ÖNORM B 1997-1-2

Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik - Teil 2: Flächengründungen - Berechnung der Tragfähigkeit und der Setzungen - Nationale Festlegungen zu ÖNORM EN 1997-1

Publication date of draft standard

2019-07-01

Planned publication date for Standard

2020-02-01

Abstract/Scope

Diese ÖNORM umfasst den Nachweis der Tragfähigkeit für die Versagensmechanismen - mechanischer Grundbruch (GEO), - Gleiten (GEO) und - exzentrische Belastung (Kippen) sowie den Nachweis der Gebrauchstauglichkeit (Setzungen, Setzungsdifferenzen und Verdrehungen). Diese ÖNORM ist für normal oder schräg zur Sohlfläche belastete Fundamente und für mittige und ausmittige Lastangriffe für Flächengründungen mit geringer Gründungstiefe (Richtwert t <= 3 b) anzuwenden. Diese ÖNORM ist auch für Unterfangungen anzuwenden. Außerdem ist diese ÖNORM zur Ermittlung der Größe und des Zeitverlaufs der Setzungen, in Sonderfällen auch der Hebung, von Bauwerken mit Flächengründungen anzuwenden. Ferner behandelt diese ÖNORM die Setzungen oder Hebungen, die infolge von Änderungen des Grundwasserspiegels (z. B. bei einer Wasserhaltung) entstehen. Sie erfasst jedoch nicht die Setzungen infolge der Wirkung von Grundwasserströmungen (innere Erosionen), infolge dynamischer Belastungen, Frosteinwirkung, Austrocknen des Bodens oder bergbaulicher Maßnahmen. Gründungen im Fels werden in dieser ÖNORM ausschließlich im normativen Anhang B behandelt. Nicht Gegenstand dieser ÖNORM sind - Fundamente mit überwiegend horizontalen Beanspruchungen (z. B. Fundamente von Freileitungen). Hierfür gibt es gesonderte Berechnungsverfahren, die zur Abtragung der Lasten eine Einspannung der Seitenflächen im Boden mitberücksichtigen. Diese sind in ÖVE/ÖNORM EN 50341 beschrieben. - der hydraulische Grundbruch (Verflüssigungsbruch, innere Erosion - HYD). - das Aufschwimmen verankerter und nicht verankerter Konstruktionen (UPL). - die Bemessung von Fußbodenplatten (z. B. Industrieböden, Hochregallager). - die Einwirkung von Frost auf den Baugrund bei Gründungen. (Mögliche Vorkehrungen gegen Frosteinwirkungen sind z. B. ausreichende Einbindetiefe, Schutz vor Durchfrieren durch dünne Betonbauteile wie Fundamentplatten oder Sauberkeitsschichten und Schutz vor Auffrieren offener Baugrubensohlen.)

Andreas Rischanek

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